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Stress

Dr. med. Raimund Arnold
 
Facharzt für Allgemeinmedizin -
 Betriebsmedizin - Suchtmedizin - Palliativmedizin

Heubergstr 1 ,   83512 Wasserburg
tel:  08071 / 94440
fax: 08071 / 94441

Stress am Arbeitsplatz

 

Arbeitsbedingten Stress könnte man definieren „als emotionale und physiologische Reaktion auf ungünstige Aspekte der Arbeit, des Arbeitsumfeldes und der Arbeitsorganisation“. Diesen Belastungsfaktoren begegnet jeder mit den ihm eigenen Bewältigungsmechanismen, die wiederum je nach sozialem Umfeld ausreichend oder weniger ausreichend sein können, um den vielfältigen Stressfaktoren Herr zu werden

Stresssymptome können z.B. sein: Innere Unruhe, Niedergeschlagenheit, Mattigkeit, Grübeln, Angstgefühle, Schlaflosigkeit, Kreislaufprobleme, Wirbelsäulenbeschwerden und andere psychosomatische Reaktionen. Besonders in der Altersgruppe zwischen 35 und 45 Jahren ist offenbar ein starker Anstieg der Stresssymptome zu verzeichnen.

Psychosomatische Beschwerden treten vor allem auf, wenn man zwischen den Stresssituationen gar nicht mehr zur Ruhe kommen kann.

 Der folgende Fragenkatalog ( von mir aus der wissenschaftlichen Literatur abgewandelt ) soll als Denkanstoss dienen, was alles zum Stress am Arbeitsplatz beitragen kann. Er kann auch helfen, Stressfaktoren im Tätigkeitsinhalt ( 1. Abschnitt ), in der Arbeitsorganisation ( 2. Abschnitt ) oder in anderen Arbeitsbedingungen ( 3. Abschnitt ) zu lokalisieren. Er könnte auch Anstoß sein zu einem Teamgespräch an Ihrem Arbeitsplatz !.

 IHR STRESSBAROMETER                 JA = a oder A ,      NEIN = b oder B

1. Setzen Sie in der Arbeit das ein, was Sie gelernt haben?                   a b

2. Lernen Sie bei der Arbeit dazu?            a b

3. Müssen Sie in Ihrer Arbeit ständig die gleiche Tätigkeit verrichten?    A B

4. Macht Ihnen Ihre Arbeit Spaß?     a b

5. Ist Ihre derzeitige Arbeit vereinbar mit den Vorstellungen, die Sie sich
   als Schüler von Ihrem Berufsleben gemacht haben?     a b

6. Arbeiten Sie unter Zeitdruck?     A B

7. Werden Ihnen oft unvorhergesehene Überstunden abverlangt?    A B

8. Ist es oft schwierig, sich zwischen widersprüchlichen Erwartungen zu
   entscheiden?     A B

9. Haben Sie Entscheidungsspielraum in ihrer Zeiteinteilung?    a b

10. Müssen Sie oft mehrere Arbeiten zur gleichen Zeit verrichten?     A B

11. Können Sie sich in Ihrer Arbeit einen Fehler erlauben?    a b

12. Werden Sie bei Ihrer Arbeit oft unterbrochen?    A B

13. Arbeiten Sie mehr als 48 h / Woche?        A B

14. Haben Ihre Kollegen Verständnis wenn Sie einmal einen Tag
       weniger leistungsfähig sind?     a b

15. Erhalten Sie für Ihre Arbeit manchmal Lob?    a b

16. Leiden Sie unter Anfeindungen am Arbeitsplatz?     A B

17. Haben Sie Angst um Ihren Arbeitsplatz?     A B

18. Treten bei Ihren Arbeitsaufgaben besondere Risiken oder
       Gesundheitsgefahren auf?     A B

19. Denken Sie bei der Arbeit oft an Ihre außerberuflichen Sorgen?     A B

20. Haben Sie nach Feierabend etwas, auf das Sie sich
     freuen können?    a b

 21. Können Sie häufig von einem zum anderen Arbeitstag gar
       nicht mehr entspannen?    A B

 Auswertung:

Summieren Sie die großen „A“ und die kleinen „b“.

Eine hohe Summe bedeutet tendenziell eine größere Stressbelastung. Untereinander vergleichbar ("Wer hat den stressigeren Job") sind die Summenwerte aber natürlich nicht!

eine andere Möglichkeit, Ihre psychische Belastung am Arbeitsplatz einzuschätzen, ist eine hervorragende Kurzabfrage auf einer Internetseite, die in ca 10 min. ein Bild Ihrer Belastung incl. einer Vergleichsmöglichkeit ( alle bisherigen Befragungsteilnehmer) ermöglicht zu finden unter www.copsoq.de