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Risikofaktoren für beruflich bedingte Hauterkrankungen
Es gibt bestimmten Berufe - Metallarbeiter (Kühlschmiermittel), Gesundheitsberufe, Friseure, Bäcker/Konditor, Floristen, Köche, Maler/Lackierer, Bauberufe, Reinigungsdienst ) - und besondere Arbeitsbedingungen ( Feuchtarbeit, Handschuh tragen, Kontakt zu Gefahrstoffen), die für Hauterkrankungen besonders kritisch sind.
Trotzdem gibt es Menschen , bei denen auch unter ungünstigen Vorraussetzungen keine Beschwerden und Erkrankungen auftreten und andererseits Leute, die auch unter kaum belastenden Umständen Hauterscheinungen
entwickeln.
Hier soll es um diese persönliche Veranlagung gehen, die das Risiko für die Entstehung einer beruflich bedingten Hauterkrankung bestimmt.
Leider gibt es nach wie vor kein schlüssiges Konzept für die
Entstehung der verschiedenen Hauterkrankungen oder gar eine sichere Voraussage- oder Testmöglichkeit. Die Risikoabschätzung ist deshalb nur aufgrund der eigenen Vorgeschichte möglich.
Als „Ekzem“ wird eine entzündliche Hauterscheinung bezeichnet, die verschiedene Ursachen haben kann, sich aber immer zuerst in einer Rötung, in
späteren Stadien auch in Schuppung, Rissigkeit oder Nässen oder Hautwunden zeigt. Zusätzlich können Bläschen auftreten, immer kann Juckreiz dabei sein. Meist sind die Hände betroffen, mit möglicher Ausstrahlung auf die Unterarme in späteren Stadien.
Der wichtigste Risikoindikator für beruflich drohende Hauterscheinungen sind Ekzeme in der eigenen Krankheitsvorgeschichte. Dies kann auch
ein geringgradiges Problem in frühester Kindheit sein, von dem nur die Mutter weiß ! Natürlich zählt dazu, wenn einmal die Diagnose einer Neurodermitis gestellt wurde. Wenn trockene Haut z.B. in Kniekehlen,
Ellenbeugen oder am Handgelenk Probleme gemacht hat, ist das ein kritischen Punkt in der Vorgeschichte. Juckende Bläschen z.B. zwischen den Fingern, die irgendwann einmal aufgetreten sind, sind ein Warnzeichen.
Obwohl allergische Ekzeme die seltenere Variante sind, meint man, dass Allergien jeder Art-
also auch z. B. Heuschnupfen- eine Personengruppe kennzeichnet, die mit höherer Wahrscheinlichkeit von einem Ekzem betroffen ist
Als weiteres Zeichen erhöhter Anfälligkeit kann Juckreiz gelten, der bei Schwitzen oder heißem Duschen auftritt oder eine ausgesprochene Wollunverträglichkeit (auf nackter Haut).
Auf folgender Internetseite können Sie einen persönlichen Risikotest machen: :www.arbeit-und-gesundheit.de (
Inhalt wie oben in meinem Text, Voraussetzung ist installierter „Acrobat Reader“ )
Wenn sie zu dem Ergebnis kommen, dass sie einer erhöhten Gefährdung unterliegen, ist natürlich ein entsprechender Beruf dennoch möglich. Nur
sollten Sie auf erste Anzeichen von Hauterkrankungen sofort reagieren und Hilfe Ihres Betriebsarztes, Hausarztes oder eines Hautarztes suchen !
im Oktober 2003
Dr. R. Arnold (www.r-arnold.com)
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