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Hautschutz

Dr. med. Raimund Arnold
 
Facharzt für Allgemeinmedizin -
 Betriebsmedizin - Suchtmedizin - Palliativmedizin

Heubergstr 1 ,   83512 Wasserburg
tel:  08071 / 94440
fax: 08071 / 94441

Hautschutzmittel

Insbesondere die Hände sind im Arbeitsleben schädigenden Einflüssen ausgesetzt und dementsprechend sind Handekzeme die häufigste Hauterkrankung durch berufliche Einflüsse.

Besonders betroffene Berufsgruppen sind:

  •           Metallarbeiter (Kühlschmiermittel)
  •           Gesundheitsberufe
  •           Friseure
  •           Bäcker / Konditor
  •           Floristen
  •           Köche
  •           Maler / Lackierer
  •           Bauberufe

Bei den ausgelösten Erkrankungen überwiegen die sogenannten „irritativen Handekzeme“ (also Reizung durch fehlenden Schutzfilm). Seltener aber besonderes problematisch kann sich daraus auch ein allergisches Handekzem entwickeln.

Es gibt Menschen, die durch besondere Veranlagung zur Entwicklung von Handekzemen neigen. Sie kennen oft schon Handekzeme in der Kindheit (z. B. Neurodermitis) und haben auch öfters Allergien
(z. B. Heuschnupfen).

Bei besonderer Veranlagung reicht oft schon eine geringe Dauer von „Feuchtarbeit“, also Wasser ohne zusätzlichen Einfluss von Schadstoffen, um die Haut zu reizen.

In solchen Fällen ist eine sorgfältige Hautpflege und spezieller Hautschutz unbedingt erforderlich um schwerer verlaufende Hauterkrankungen zu vermeiden.

Bei Hautschutz und Hautpflege versucht man

1. durch speziell abgestimmte Hautschutzsalben vor der Arbeit, die schädigenden Einflüsse bestimmter Arbeitsstoffe von der Haut fern zu halten und

2. durch Rückfettung der Hand bei der Hautpflege nach der Arbeit den natürlichen Schutzfilm der Haut wiederzustellen, der die Haut vor Austrocknung bewahrt.    

  • Trockene Haut braucht Fett um die Abdunstung und Ableitung von Wasser zu verhindern.
  • Wasserlösliche Stoffe werden durch eine fettende Schutzsalbe abgehalten.
  • Wasserunlösliche Stoffe (Öl, Fett, Harze) durch eine Öl in Wasser Emulsion mit Feststoffanteilen, v. a. wird die anschließende Hautreinigung dadurch erleichtert.
  • Es gibt weitere spezielle Schutzsalben (besondere Arbeitsstoffe, UV-Lichtschutz, besondere Anforderungen für das zu bearbeitende Produkt).
  • Keine Schutzsalbe bildet einen undurchdringlichen Film ! Schutzhandschuhe, schonende Hautreinigung und sorgfältige Hautpflege sind ebenso wichtige Vorsorgeinstrumente.
  • Über die richtige Anwendung der Hautschutzmittel müssen die Mitarbeiter geschult werden (Fingerzwischenräume!).

 Die spezielle Auswahl des Hautschutzmittels und Aufstellung eines Hautschutzplanes muss in Zusammenarbeit mit dem Betriebsarzt erfolgen.

Die Hautschutzmittel werden vom Betrieb / Arbeitgeber zur Verfügung gestellt und sind ein ganz wesentlicher Bestandteil, der betrieblichen Gesundheitsförderung.

Dr. R. Arnold (www.r-arnold.com)