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Verkehrsunfälle durch beruflichen Stress
Aufgrund alarmierender Häufung von schweren Unfällen auf Arbeitswegen hat die Berufsgenossenschaft Gesundheitsdienst- und Wohlfahrtspflege eine
großangelegte Untersuchung über die tieferliegenden Ursachen angestellt.
Wesentliches Ergebnis:
Das Verhalten im Straßenverkehr wird durch die Situation am Arbeitsplatz ganz entscheidend beeinflusst. Ein Beispiel aus der Untersuchung:
Ein 38jähriger Arzt fährt auf dem Heimweg von der Praxis unbeabsichtigt über eine rote Ampel. Nur einem glücklichen Zufall war es zu verdanken, dass es nicht
zu einem Unfall kam. Am Tag des Vorfalls hatte es Missstimmung im Wartezimmer wegen der Zeitplanung gegeben. Alle standen unter Druck, das Telefon klingelte ständig, familiäre Probleme mit den Kindern waren
hinzugekommen. Es war also eine Summe von Faktoren die zur Arbeitsüberlastung und zu dem Beinahe-Unfall geführt hatten.
Arbeitsbelastung, Arbeitsklima und Arbeitszufriedenheit wirken sich auf die Arbeitssicherheit und Verkehrssicherheit aus. Natürlich gibt es auch andere
Risikofaktoren! In der genannten Untersuchung wird er „der Dinosaurier im modernen Straßenverkehr“ genannt, der Risikotyp:
- Er fährt häufiger nach Alkoholkonsum
- Genießt extreme Fahrbahnverhältnisse
- Empfindet viele Verkehrsvorschriften als Schikane
- Ist der Meinung, dass gute Autofahrer sich weniger an Verkehrsregeln halten müssen
Dinosaurier sterben aus!
Zurück zum Stress am Arbeitsplatz:
Wenn Ihnen die Situation eines Beinahe-Unfalls bekannt vorkommt, sollten Sie alles in Ihrer Macht stehende versuchen, den Stress am Arbeitsplatz zu
verringern. Das heißt, die Probleme aussprechen und Lösungen im Team oder bei den Entscheidungsbefugten suchen.
In einer besonders gestressten Situation kann es auch helfen, vor dem Losfahren eine ganz kurze Entspannungspause einzulegen (1 Minute Radio oder
Konzentration auf ruhigen Atem oder andere Entspannungsformen, wenn eingeübt).
Dr. R. Arnold (www.r-arnold.com)
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