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Gesundheitsgefahren durch Schweißarbeiten
Schweißarbeiten können aus verschiedenen Gründen eine Belastung für die Gesundheit darstellen:
1.. Staubbelastung durch Schweißrauche 2. Inhalation von Gasen (Kohlenmonoxid, Ozon) oder Metalloxyd-rauchen 3. UV-Strahlung 4. Lärm 5. Zwangshaltungen 6. klimatische Belastung z.B. Hitzestau durch Schutzkleidung 7. Stress durch Monotomie und Isolation
Die Belastungen sind natürlich von den eingesetzten Schweißverfahren und Materalien abhängig und außerordentlich komplex. Ich kann in folgenden nur einige
besonders wichtige und beispielhafte Gesundheitsbelastungen näher erläutern und Schutzmaßnahmen nennen:
1. Die wesentliche Gesundheitsgefahr geht regelmäßig von den Zusatzwerkstoffen aus (z.B. Stabelektroden beim Lichtbogenhandschweißen) und fast nicht vom
verarbeiteten Grundwerkstoff. Auch Verunreinigungen durch Schmierstoffreste, oder bestimmte Entfettungsmittel können Reizgase entstehen lassen. Chrom und Nickel sind wegen erhöhter Krebsgefahr ein besonderes
Problem, aber nur wenn z.B. in den Stabelektroden vorhanden und nicht beim Schweißen von Edelstahlwerkstoffen.
2. Raucher unter den Schweißern haben sowohl in Richtung Bronchitis als auch Lungenkrebs ein erhöhtes Risiko („potenzierter“ Affekt d. h. mehr als die Summe
vom Rauchen allein plus Schweißen allein)
3. UV-Strahlen sind für das „Verblitzen“ der Augen (d.h. „Wunde“ auf der Hornhaut) und sonnenbrandähnliche Effekte an unbedeckten Hautstellen verantwortlich und sind
ein Risiko für Entstehung von Hautkrebs. Wärmestrahlung (Infrarot) kann am ungeschützten Auge einen grauen Star hervorrufen.
4. Durch gute Schulung und optimalen Einsatz ovn Schutzkleidung, Schutzschild, Absaugung etc. können die Belastungen minimiert werden.
5. Die wesentliche oder spezifische Gefährdung für einige Schweißverfahren ist aus folgender Tabelle ersichtlich:
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Verfahren
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Gefahrstoff
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Zielorgan
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Gefahr
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Elektroschweißen mit Elektroden (Licht- bogenschweißen)
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z.B. Chrom, Nickel u.andere Stoffe ausElektroden
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Bronchien, Lunge, Nase
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+ + +
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Aluminium
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Alustaub
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Lunge
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+ +
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Thermische Trennverfahren z.B. Plasmaschneiden
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Rauche u.a mit Chrom, Nickel, Lärm, Ozon
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Lunge, Ohren
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( + + +) meist gute Absaugmöglichkeit
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MAG
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Chrom, evt. Nickel, Ozon
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Bronchien, Lunge
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+ +
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MIG
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Ozon
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Luftwege
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+
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WIG
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(Ozon)
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Luftwege
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(+)
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Arbeitnehmer, die Schweißtätigkeiten durchführen sind nach festgelgeten Auswahlkriterien regelmäßig
nach bestimmten Grundsätzen durch einen dazu ermächtigten Arzt zu untersuchen,
meist G 39 (Schweißrauche)
evtl. auch G 15 (Chrom )
G 38 (Nickel)
Die neue Gefahrstoffverordnung ( 1.1.2005) sieht zumindestens ein Untersuchungsangebot an alle
Mitarbeiter vor, die Schweißarbeiten ausführen. Ab einer bestimmten Höhe der Schweißrauchbelastung ist die Untersuchung verpflichtend.
Dabei werden vor allem Veränderungen der Luftwege und Lungen ins Auge gefasst und der Mitarbeiter entsprechend beraten, wenn besondere Gefährdungen vorliegen.
Allen, die regelmäßig schweißen, ist - wie generell allen älteren Personen - eine Schutzimpfung gegen
Pneumokokken zu empfehlen, die gegen eine bestimmte Art von Lungenentzündung schützt.
Dr. R. Arnold (www.r-arnold.com)
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