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Laserdrucker in Büroräumen
Wohl nicht zuletzt wegen einer Fernsehsendung( plusminus) vor einigen Wochen, sind Bedenken gegen Laserdrucker am Arbeitsplatz wieder in die
öffentliche Diskussion gekommen. Aus arbeitsmedizinischer Sicht sind diese Bedenken ohne wesentlichen Hintergrund.
1. Die Laserdrucker geben in geringer Menge Ozon ab, eine Sauerstoffverbindung, die in größeren Konzentrationen Schleimhautreizungen und
Kopfschmerzen hervorrufen kann, wie quasi alle Schadstoffe, die in Innenräumen eine Rolle spielen. In aller Regel wirft aber ist die Ozon-Konzentration in einem normal großen und belüfteten Büroraum keine
Probleme auf.
2. Gesundheitsgefahren durch Tonerstäube war das Thema der Sendung. Hintergrund war eine Untersuchung, wo die Krebsgefährdung an sich
ungiftiger, „normaler“ Stäube unter die Lupe genommen wurde (alle mögliche Stäube, Tonerstaub war nur einer von 16 verschiedenen Stäuben). Im Tierversuch und unter extremen Bedingungen wurde offenbar eine
geringfügige Erhöhung der Krebswahrscheinlichkeit gemessen auch im Bereich von einem existierenden Staubgrenzwert, der allgemein als unbedenkliche Grenz gilt. ( Das zusätzliches Risiko im Fall von Tonerstaub wurde
auf von 1-3% geschätzt). Die Untersuchung ist veröffentlicht unter www.baua.de/fors/f1843_kurz.pdf.
Solche Untersuchungsergebnisse , v.a. mit solch komplexer Fragestellung müssen immer durch Folgeuntersuchungen gesichert werden. Dieses spezielle
Ergebnis ist in der wissenschaftlichen Diskussion auch auf Widerspruch gestoßen, da ein derartig geringes Zusatzrisiko nicht so ohne weiteres verallgemeinert und vom Tierversuch auf den Menschen übertragen werden
kann.
Die Fernsehsendung hat sich wohl einen winzigen Teilaspekt der Untersuchung herausgepickt und derzeit wissenschaftlich nicht zulässige Schlüsse
gezogen !
Die Forschungsarbeit ist sicher sehr wichtig, aber Rückschlüsse auf den Alltag im Büro sind daraus nicht zu ziehen.
3. Andere Gefahrstoffe in Tonern können - wiewohl in sehr geringen Mengen vorhanden und nicht unbedingt freigesetzt !– weiter minimiert werden. Es
gibt z.B. von der Landesgewerbeanstalt Bayern zertifizierte Produkte, die bestimmte Konzentrationen von Schadstoffen ( z.B. flüchtige organische Verbindungen, Benzol, Ruß etc. ) nicht überschreiten. Aus meiner Sicht
ist der Einsatz solcher Produkte sinnvoll, um die Belastung für Benutzer und Umwelt zu minimieren.
Dr. R. Arnold im März 2004
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