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Bewegungsmangel

Dr. med. Raimund Arnold
 
Facharzt für Allgemeinmedizin -
 Betriebsmedizin - Suchtmedizin - Palliativmedizin

Heubergstr 1 ,   83512 Wasserburg
tel:  08071 / 94440
fax: 08071 / 94441

Bewegungsmangel - das größte Gesundheitsproblem

Von allen Problemen in dem Gesundheitsverhalten unserer Gesellschaft ist die fehlende Bewegung das wichtigste und grundsätzlichste Problem.

Die fehlende Bewegung ist der Hauptgrund für die Zunahme aller sogenannten Zivilisationserkrankungen:

Bluthochdruck, Übergewicht, Diabetes, Gefäßerkrankungen mit Herzinfarkt und Schlaganfall, Arthrose der Knie und Hüftgelenke, Rückenleiden.

Die Bewegungsarmut ist bedingt durch immer weniger Berufe mit körperlicher Arbeit, durch fehlende Gehstrecken (Auto) und durch unser Freizeitverhalten (Fernsehen, Computer). Dass es eine Bevölkerungsgruppe gibt, die sich sehr viel sportlich betätigt, kann über die durchschnittliche Bewegungsarmut nicht hinwegtäuschen.
Ganz besonderes dramatisch ist die fehlende Bewegung gerade bei Kindern. Schon die ganz kleinen Kinder bewegen sich zu wenig und erlernen oft die motorischen Fähigkeiten ( Klettern Balancieren, Werfen, Rennen) gar nicht mehr, die ihnen Spaß an der Bewegung vermitteln.

Wir alle können für unsere Gesundheit gar nichts Besseres tun, als uns mehr zu bewegen. Damit beugen wir Übergewicht vor, mit jedem Kilo weniger Körpergewicht senken wir unseren systolischen Blutdruck um 2 (mm Hg), wir bleiben beweglicher und senken beträchtlich das Arthroserisiko, wir verbessern unsere körpereigene Immunabwehr und senken auch das Risiko für Krebserkrankungen. Zur Herzinfarktrisikoreduktion werden z.B. schon zwei bis drei mal in der Woche leicht schweißtreibende Bewegung von 30 Minuten als ausreichend angesehen! Körperliche Belastung tut  übrigens auch der Psyche gut und kann depressive Verstimmung bessern.

Welche Art der Bewegung Sie bevorzugen ist zweitrangig. Es kann die Gewohnheit sein, auch längere Strecken zu Fuß zurückzulegen, Sie können mit dem Fahrrad zur Arbeit oder zum Einkaufen fahren, Sie können einen Sport in der Gruppe beginnen

( Ballsport, walking, Lauftreff ). Natürlich können Sie auch ein Fitnesstraining starten oder ganz regelmäßig zum Schwimmen gehen. Wichtig ist nur die Regelmäßigkeit und dass Sie Spaß daran haben und durchhalten !

Auch wenn  Ihre Arbeit körperlich belastend ist, ist eine sportliche Ausgleichs -betätigung  oft sehr hilfreich, um einseitige Überbeanspruchung zu  verhindern.

Mehr Bewegung bringt mehr Lebensqualität ! Probieren Sie es einfach aus

 

Dr.R. Arnold Juni 2006